Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Inhalte und dabei das Nutzererlebnis zu verbessern. Mit der Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok Mehr Informationen

Aktenzeichen 4 O 322/03
       Mit Fehlern muss gerechnet werden!

Eine plötzliche Lahmheit beim gekauften Pferd kann viele kurzfristig auftretende Ursachen gehabt haben.

Dies gilt auch für die Spaterkrankung, weil eine Entwicklung auch hier in einem Zeitraum von weniger als sechs Monaten vorstellbar ist. Selbst wenn Spat zwar erst nach Übergabe aufgetreten sein sollte, aber eine erbliche Prädisposition besäße, liegt kein Mangel vor. Denn eine solche Veranlagung führt keineswegs sicher dazu, dass Spat als Mangel auch auftritt, sondern es müssen weitere Umstände hinzukommen. Der Käufer muss mit dem Vorliegen solcher Abweichungen vom Idealzustand rechnen, weil diese, im Gegensatz zu anderen Waren, bei denen durch sorgfältige Herstellung, eine gleiche Art und Beschaffenheit erreicht wird, nicht vermieden werden kann, so entschied das Landgericht Lüneburg.