Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Inhalte und dabei das Nutzererlebnis zu verbessern. Mit der Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok Mehr Informationen

Aktenzeichen 2 U 1066/12
      Kaufvertrag gültig!

Der Käufer eines Hengstes verzichtete aus Kostengründen auf eine Ankaufsuntersuchung und versuchte eine spätere Routineuntersuchung als einen Ersatz für die Ankaufsuntersuchung geltend zu machen.

Bei der Untersuchung, die Wochen nach dem Kauf stattfand, wurde bei dem Hengst Hodenkrebs festgestellt. Der Käufer war sich sicher, dass das Tier bereits zum Kaufzeitpunkt erkrankt war.Das Oberlandesgericht stimmte ihm in einem Urteil vom Januar nicht zu.

Laut Kaufvertrag musste der Verkäufer weder für Mängel noch für versteckte Mängel haften. Als bei einer Untersuchung Hodenkrebs festgestellt wurde, sah der Käufer in dieser Diagnose einen Mangel. Er verlangte den Kaufpreis vom Verkäufer zurück. Das OLG erklärte den Kaufvertrag jedoch für wirksam.

Da keine Ankaufsuntersuchung stattgefunden hat, sei keine Sicherheit gegeben, dass der Hengst zum Zeitpunkt des Kaufes bereits krank gewesen sei. Wäre dies der Fall gewesen, hätte der Käufer das Recht darauf, den Kauf rückgängig zu machen.

Es gäbe keine Anhaltspunkte dafür, dass der Verkäufer eine Erkrankung arglistig verschwiegen hätte. Der Verkäufer kann den Kaufpreis behalten, so entschied das Oberlandesgericht Koblenz.